BRS News
Wandel in der Haltung von Rindern und Schweinen
Erste Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020 der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder wurden am 21. Januar 2021 in Wiesbaden vorgestellt. In nur 10 Jahren seit der letzten Zählung hat sich die Haltung von Rindern und Schweinen gewandelt. Bei den Rindern ist die Laufstallhaltung weiter ausgebaut worden. Ihr Anteil an den Haltungsplätzen stieg im letzten Jahrzehnt von 75 % auf 83 %. Nur noch 10 % aller Haltungsplätze befanden sich 2020 in Ställen mit Anbindehaltung. 52 % der Betriebe mit Anbindehaltung praktizierten eine Kombination mit der Weidehaltung. In der Schweinehaltung stieg dagegen der Anteil der Ställe mit Vollspaltenboden, und zwar von 67 % auf 79 % im Jahr 2020. Andere Haltungsverfahren, wie beispielsweise Haltungsplätze mit Tiefstreu waren mit nur 4 % kaum verbreitet.
DBV: Bundestag berät Baulandmobilisierungsgesetz
Anlässlich der ersten Lesung des Baulandmobilisierungsgesetzes im Deutschen Bundestag fordert der Deutsche Bauernverband von der Politik ein ehrliches Bekenntnis und mehr Unterstützung beim Tierwohl. Das derzeitige Baurecht steht dem Umbau von Ställen in Richtung höherer Tierwohlstandards entgegen
, sagt der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, Bernhard Krüsken. Der Bundesrat hat in seiner Stellungnahme zum Baulandmobilisierungsgesetz einen Vorschlag für den Tierwohlstallbau gemacht. Die Bundesregierung griff diesen jedoch nicht auf. Deshalb appelliert der DBV-Generalsekretär nun an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Die Bauern wollen mehr Tierwohl umsetzen und müssen nun feststellen, dass die öffentlichen politischen Bekundungen zur Unterstützung dieses Weges Makulatur sind. Notwendige bauliche Erweiterungsmaßnahmen oder ein Ersatzbau sind nach der Maßgabe der Bundesregierung nicht möglich, mehr Platz oder Ausläufe für die Tiere wären so blockiert
, so Krüsken.
Landakademie mit neuer Lernplattform und größerem Angebot
Die Landakademie bietet mit ihrem Umzug zur Lernplattform E-Learning im Dialog GmbH jetzt eine neue Plattform mit einem größeren Fortbildungssprogramm an. Neu im Fortbildungsangebot ist der Praxis-Talk. In diesem kostenfreien Videotutorial werden Landwirte und Landwirtinnen in die Debatte innovativer Prozesse eingebunden. Aktuelle Angebote sind u.a. neben acht Kursen im Themenbereich Tierwohl/Tierschutz für Schweinehalter, die am Programm der Initiative Tierwohl (ITW) teilnehmen, Kurse zum Fruchtbarkeitsmanagement und zur Prävention, Behandlung und Sanierung von Mastitis für Milchviehbetriebe.
ICAR/IDF-Web-Seminar "Tierbasierte Indikatoren zur Verbesserung des Tierwohls in der Milchviehhaltung"
Am 26. April von 14.00 bis 17.00 Uhr findet im Rahmen der ICAR-Jahreskonferenz, die vom 26. bis 30. April 2021 in Leeuwarden als hauptsächlich virtuelle Veranstaltung stattfinden wird, ein ICAR/IDF-Online-Seminar zum Thema Tierbasierte Indikatoren zur Verbesserung des Tierwohls in der Milchviehhaltung
statt.
Fördermittel Stallumbau müssen bis 15. März beantragt werden
Die BLE fördert mit dem Bundesprogramm zur Investitionsförderung für den Stallumbau zur Gewährleistung des Tierwohls Stallum- und Stallersatzbauten im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Damit sollen die Vorgaben der Siebten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung kurzfristig umgesetzt werden. Der Fördersatz beträgt 40 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Die Höchstgrenze für die Förderung beträgt 500.000 Euro pro landwirtschaftlichem Betrieb und Investitionsvorhaben. Das Vorhaben muss bis zum 15. März 2021 beantragt werden und dann bis Ende des Jahres 2021 abgeschlossen sein.
Der BRS erinnert daran, dass anstehende Investitionen u.U. ein Anlass sein könnten, den Wechsel zur Regelbesteuerung zur prüfen. Betriebe mit einem Umsatz von mehr als 600.000 €/Wirtschaftsjahr werden voraussichtlich ab dem 1.1.2022 nicht mehr pauschalieren dürfen.
Studie: EU-Handelsabkommen wirken sich positiv auf Agrar- und Ernährungssektor aus
Die EU-Handelsagenda wirkt sich insgesamt positiv auf die EU-Wirtschaft und den Agrar- und Ernährungssektor aus. Dies zeigt eine neue Studie, die sich mit den Auswirkungen von 12 Handelsabkommen auf den Agrar- und Lebensmittelsektor bis 2030 befasst. Prognosen gehen z.B. davon aus, dass der Rindfleischkonsum in Europa bis 2030 um sieben Prozent abnehmen, der Export dagegen um elf Prozent zunehmen wird, so der zuständige EU-Kommissar für Handel, Valdis Dombrovskis. Der Export sei besonders wichtig, so der Kommissar, da auf dem EU-Markt nur begrenztes Wachstum zu erwarten sei. Wir müssen EU-Agrar-Exporte fördern. Die Unterstützung der EU-Agrar- und Ernährungswirtschaft wird auch weiterhin ein Schlüsselelement der EU-Handelspolitik sein, sei es durch Marktöffnung, Schutz traditioneller EU-Lebensmittel oder Verteidigung gegen Dumping oder andere Formen des unfairen Handels
, sagte Dombrovskis.
Lebensmittelhandel und Landwirtschaft gehen aufeinander zu
Zusammen mit der food akademie in Neuwied und der Justus-von-Liebig-Schule in Vechta treffen sich künftig junge Nachwuchsführungskräfte aus dem Bereich der Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandel. Das Ziel ist, sich gegenseitig über aktuelle Themen, wie z.B. die Preisgestaltung bei Milch und Fleisch, auszutauschen, Fragen der Tierhaltung zu diskutieren und das gegenseitige Verständnis zu verbessern. Was darüber hinaus geplant ist, erklären Gabriele Droste-Kühlung, Schulleiterin der Justus-von-Liebig-Schule und Thorsten Fuchs, Leiter der food akademie, im Interview mit top agrar.
Noch immer große Überhänge am Schlachtschweinemarkt
AMI – Das Angebot an Schlachtschweinen ist weiterhin groß, die Überhänge nehmen nur sehr langsam ab. Lediglich im Nordwesten verläuft der Handel etwas flotter, der Zenit könnte hier inzwischen überschritten sein. Die Schlachtkapazitäten im Süden hingegen sind so stark eingeschränkt, dass die Mengen eher noch zunehmen. Entsprechend bleibt der Vereinigungspreis unverändert bei 1,19 EUR/kg. Der Handel mit Schweinefleisch scheint sich aktuell zwar etwas zu beleben, dennoch ist der stark eingeschränkte Außer-Haus-Verzehr natürlich weiterhin zu spüren. Während Nacken und Fleischartikel für die Verarbeitung sowie Schinken in größeren Mengen disponiert und zügig gehandelt weden, sind Bäuche und Lachse eher schwierig zu vermarkten. Preisbewegungen sind aber generell die Ausnahme.
Online-Veranstaltung "Muttergebundene Kälberaufzucht" der LWK Nordrhein-Westfalen
Im Rahmen des Netzwerks Fokus Tierwohl, einem Verbundprojekt, das den Wissenstransfer in die Praxis verbessern soll, um schweine-, geflügel- und rinderhaltende Betriebe in Deutschland hinsichtlich einer tierwohlgerechten, umweltschonenden und nachhaltigen Nutztierhaltung zukunftsfähig zu machen, lädt die Landwirtschaftskammer NRW am 04.02. zu der Online-Veranstaltung "Muttergebundene Kälberaufzucht" für Rinderhalter ein.
Kundenmagazin AGRAVIS aktuell wird digital
Die Printausgabe AGRAVIS aktuell wird ab Januar durch eine Online-Version ergänzt. Unter agravis-aktuell.de finden Landwirte regelmäßig neue Inhalte in der zusätzlich erscheinenden Online-Version AGRAVIS aktuell digital. Die Online-Ausgabe stellt laut einer Pressemeldung des Unternehmens eine umfangreiche Informationsplattform dar. Sie bietet neben Reportagen und Interviews Rankings und Tipps von AGRAVIS-Fachleuten sowie interaktive Grafiken, Umfragen und Quiz. Über eine Filterfunktion lassen sich außerdem individuelle Newsfeeds einrichten. Außerdem wird jede Woche eine Gebrauchtmaschine der Woche
vorgestellt.