BRS News
Weide neu denken – innovative Ansätze in der Rinderhaltung
Der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gibt in einem Bericht Einblicke in zwei nordrhein-westfälische Milchviehbetriebe, die nach dem Low-Cost-System
bewirtschaftet werden. Beim Low-Cost-System
geht es primär um eine Kostenminimierung, bei der nicht nur die Leistung der Milchviehherde im Fokus steht. Die Kostensenkung erfolgt durch einfache Bauweise der Stallungen, sechs bis sieben Monate Vollweide ohne Zufüttern im Stall, minimaler Maschinenbesatz und einfache Arbeitsstrukturen. Am 04.09.2024 ist eine Exkursion zu den beiden vorgestellten Betrieben geplant.
Podcast: Was macht unser Essen mit dem Klima?
Der Klimawandel ist in aller Munde – aber was hat unsere Ernährung damit zu tun? In einem Special zu Essen und Klima geht Land schafft Lben
dieser Frage nach. Der Agrarjournalist Timo Küntzle erklärt in vier Folgen die wichtigsten Zusammenhänge. Er beantwortet Fragen wie: Welche Probleme entstehen für unsere Landwirtschaft, wenn sich das Wetter ändert? Und: Wie können wir die Treibhausgase, die sie produziert, verringern? Bisher sind vier Folgen erschienen
Land unterstützt bei Versicherungen gegen Wetterrisiken
LPD - Extreme Witterungen wie Dürre oder das Winter-Hochwasser 2023/24 treten auch in Niedersachsen wegen der Klimaerwärmung häufiger auf und können die landwirtschaftlichen Einkommen erheblich schmälern oder sogar Existenzen bedrohen. Vor diesem Hintergrund begrüßt das Landvolk das neue Förderangebot des Landes Niedersachsen, mit dem Landwirtinnen und Landwirte für das Erntejahr 2025 erstmals Zuschüsse für den Abschluss einer Mehrgefahrenversicherung
erhalten können. Anträge können ab dem kommenden Montag (26. August) bis Ende September bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) eingereicht werden. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent der Versicherungsprämie und ist auf maximal 25.000 Euro begrenzt. Bis 2029 stehen zunächst 15 Millionen Euro zur Verfügung, die aus Mitteln der EU gespeist werden.
Klimawoche der ClimateFarmDemo
Vom 9. bis 12. September öffnen 14 Betriebe in Niedersachsen jeweils von 10:00-16:00 Uhr ihre Türen, um innovative Ansätze und praktische Lösungen rund um die klimaintelligente Landwirtschaft vorzustellen. Unterstützt vom Grünlandzentrum und Bioland im Rahmen des EU-Projektes ClimateFarmDemo, bietet diese Veranstaltungsreihe wertvolle Einblicke und Möglichkeiten zum Austausch.
Große Hoffnung auf „5xD“ in der Eierbranche
Vor vier Monaten fiel der offizielle Startschuss für das Herkunftskennzeichen Gutes aus deutscher Landwirtschaft
, kurz 5xD
. Handel und Landwirtschaft haben es ins Leben gerufen. Der bewusste Kauf heimischer Produkte soll damit erleichtert werden – sehr wichtig für die deutsche Eierwirtschaft.
Auswirkungen verschiedener Rationstypen auf das Wachstum von Fleckviehmastbullen sowie die Wirtschaftlichkeit
Die Rindfleischerzeugung in Deutschland basiert v. a. auf Tieren der Rasse Fleckvieh (Simmental, Doppelnutzungsrasse) und Holstein. Fast 50 % der gesamten Rindfleischproduktion in Deutschland stammen von Bullen. Diese werden meist intensiv mit Rationen auf Basis von Maissilage sowie energie- und/oder eiweißreichen Ergänzungsfuttermitteln gemästet. Die Maissilage wird i.d.R. in den Betrieben selbst erzeugt. Daher ist die Bullenmast insbesondere an Ackerbaustandorte gebunden. Die Wettbewerbsfähigkeit der Maissilageproduktion im Vergleich zur Getreideproduktion bestimmt damit zum Teil über die regionale Verteilung der intensiven Bullenmast. Als weiterer Faktor kommt die Nachfrage nach Bioenergie für die Biogasproduktion hinzu, die ebenfalls die Rentabilität der Rindermast beeinflusst. Vor diesem Hintergrund befasst sich Dr. Christian Koch von der Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung, Hofgut Neumühle, in einem aktuellen proteinmarkt-Fachbeitrag mit Überlegungen zu alternativen Rationen für die Bullenmast.
Erzeugergemeinschaft kauft Vion-Standorte
SuS - Nach langen Verhandlungen haben die Erzeugergemeinschaft Südbayern (EG Südbayern) und die Vion Food Group eine Einigung über die beiden Schweineschlachthöfe Vilshofen und Landshut erzielt. Vorbehaltlich der kartellrechtlichen Prüfung wird die Vion ihre Anteile an den beiden Standorten im laufenden Jahr an die EG Südbayern verkaufen. Durch die Transaktion stockt die EG ihre Anteile von 49 auf 100 % auf.
IBV-Dialogveranstaltung zur langfristigen Erhaltung tiergenetischer Ressourcen- jetzt anmelden
(ibv) Welchen Nutzen hat die Deutsche Genbank für die praktische Tierzucht? Gibt es hier schon Synergien bzw. wie könnten solche aussehen? Wie kann die Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere in bestehende und zukünftige Charakterisierungs- und Monitoringaktivitäten in Deutschland eingebunden werden? Dazu laden die BLE und das Friedrich-Loeffler-Institut zur Dialogveranstaltung Langfristige Erhaltung einheimischer Nutztierrassen: Deutsche Genbank, Monitoring und Synergien mit der praktischen Tierzucht
am 1./2. Oktober in Bonn (Hybridformat) ein.
Hessen weitet die Förderung für gefährdete Nutztierrassen aus
In Hessen sind mit der Aktualisierung der Förderrichtlinie nun 18 gefährdete einheimische Rassen förderfähig. Ursprünglich wurden nur 5 Rassen -das Rote Höhenvieh, das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind, das Coburger Fuchsschaf, das Rhönschaf und die Weiße Deutsche Edelziege- in der Richtlinie geführt. Die aktualisierte Förderrichtlinie finden Sie auf der Homepage des Hessischen Agrarumweltprogramms.
Hessen baut festen, wildschweinsicheren Zaun
Seit Mitte Juni ein erstes Wildschwein in Hessen mit ASP gefunden wurde, wird mit sogenannten taktischen Zäunen daran gearbeitet, eine Verbreitung zu verhindern. Zusätzlich zu den bestehenden Zäunungen innerhalb der Sperrzonen wird nun mit dem Bau von 50 Kilometern Festzaun entlang der B 45 begonnen. Dieser feste Zaun ist eine weitere wichtige Maßnahme im Rahmen der Gefahrenabwehr. Wir wollen einen deutlichen Vorsprung vor dem Seuchengeschehen erzielen und eine starke Barriere gegen die Ausbreitung der ASP auf andere Regionen bilden
, betont Landwirtschaftsminister Ingmar Jung.
Für den Bau bekommt Hessen schlagkräftige Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW), der Landesstraßenbaubehörde HessenMobil und der Landesforstbehörde HessenForst. Ehrenamtliche Kräfte und zahlreiche Mitarbeiter der Landesbehörden arbeiten mit hoher Einsatzbereitschaft an dem Projekt. Die Bauzeit für den Zaun wird zwei bis drei Wochen geplant.